Da kommt was auf uns zu….
Rogo DeVille und die Poesie der Dunkelheit
„Das Ticken jeder Uhr erstürbe. Endlich! Sterben ist kein schlechter Zeitvertreib, vertriebe es doch
endgültig die Zeit, aus einer Welt, die nur erdacht….“
Wenn Rogo DeVille seine Stimme in die Welt schickt – seinen „Bari-Nor“, wie er ihn selbst nennt,
also einen 3-Oktaven-Mix aus Bariton und Tenor -, dann beschwört er etwas, das ganz tief seiner
Seele entspringt. Etwas Bedrohliches, gelegentlich auch Hilfloses schwappt in diesen Momenten an
die Oberfläche. Der sinistre Künstler und Lebemann zerrt seine Dämonen von einst wenn schon
nicht ans Licht, dann wenigstens ans Zwielicht. Das Sangesorgan hat durchaus den Blues infiltriert,
ist aber mehr eine bösartige Version etwa von Marius Müller-Westernhagen, auch das Brutale eines
Till Lindemann oder das Krächzende eines Tom Waits schimmern durch.
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